Lifestyle

Baby on Board: Savoy Stay & Mahé Roadtrip, Seychellen

25. April 2016

Klickt euch durch die Galerie und kommt mit auf eine kleine virtuelle Reise durch Mahé… 

Als Lias 3 Monate jung war, fuhren wir mit ihm für 4 Tage in ein Wellnesshotel im Westen Schottlands, mit 6 Monaten flog er mit uns erstmals nach Deutschland und mit 7 Monaten zum ersten Mal in die Ferne: Auf die Seychellen. Unser erster richtiger Familien-Urlaub. Warum wir uns für die Seychellen entschieden, wie wir die Reise planten und organisierten und wie sie zum vollen Erfolg wurde, habe ich euch bereits in meinem Erste-Reise-mit-Baby-Guide erzählt. In diesem und nächstem Beitrag nehme ich euch mit an die Orte, die wir in den 2 Wochen im Paradies aufsuchten. Teil 1: Mahé, die größte Insel der Seychellen.

Savoy Resort & Spa

Die ersten 5 Tage auf den Seychellen verbrachten wir im Norden der Insel, im 5* Hotel Savoy Resort & Spa. Dieses Hotel war eigentlich primär eine rationale Wahl, denn wir wollten auf der Insel bleiben, auf der wir landen und abflogen, und wir wollten in den Norden, da von dort aus unsere Reise nach Silhouette Island weiter gehen würde. 

Nom Nom: Sweet Potato Chips vom Straßenstand

Nom Nom: Sweet Potato Chips vom Straßenstand

Wir hätten heute anders entschieden, denn das Hotel löste kein paradiesisches Urlaubsfeeling aus. Es war sehr groß, recht kühl, unpersönlich, etwas in die Jahre gekommen. Das Publikum primär kinderlos, wohlhabend, russisch. Das Essen mittelmäßig, mit Ausnahme des Restaurants Pescado, das wahrhaft grandiose Küche bot. Wir schätzten allerdings die enorme Kinderfreundlichkeit seitens der Mitarbeiter, die Bereitschaft der Küchenchefs, nach unseren Wünschen Lias‘ Speisen zuzubereiten und das Gefühl, trotz des Bunker-Charakters genug Privatsphäre zu genießen.

Und auch der Standort war gut, nämlich in Beau Vallon, der belebtesten Gegend von Mahé. Für einen kurzen Aufenthalt optimal, für einen längeren, relaxten, zurückgezogenen Urlaub eher nichts. So kamen wir aber in Berührung mit lokalen Fischern, Street Food Verkäufern, Kindern, Künstlern, die an der Strandpromenade ihren unbeschwerten Lifestyle präsentierten. Wir sahen also ein Stück des „echten“ Lebens der Seychellois, was an den abgelegenen Luxushotel-Stränden sicherlich nicht möglich ist.

Faszination Papa: Dieser Blick ist nur für ihn reserviert.

Faszination Papa: Dieser Blick ist nur für ihn reserviert.

Wir verbrachten hier also etwas Zeit auf dem Hotelgelände, waren mit Lias im Pool, aßen in den Restaurants, gingen ins Fitnessstudio (toller Hotel Gym!), und etwas Zeit außerhalb des Hotels, am Strand (alle Strände der Seychellen sind öffentlich), an der Promenade, in anderen Restaurants oder bei einem kleinen Roadtrip um die Insel herum. 

Highlight: Mit dem Auto auf Mahé unterwegs

Wir liehen uns am dritten Tag ein Auto und fuhren vom Norden aus über den Osten in den Süden und an der Westküste entlang wieder zurück in den Norden. Einen ganzen Tag lang waren wir also im Auto und stiegen an den schönsten Buchten, Stränden und Aussichtspunkten der Insel aus. Die Hauptstadt Victoria besuchten wir zu Fuß – waren auf dem Markt und im Botanischen Garten, dem Zuhause von tropischen Pflanzen und unzähligen Riesenschildkröten. 

Die Hitze machte uns allerdings extrem zu schaffen. Die 32°C fühlten sich wegen der hohen Luftfeuchtigkeit wie 42°C an, der Schweiß durchtränkte nach nur wenigen Minuten unsere Kleidung. Wir wussten, dass dieser Trip für Lias besonders anstrengend werden würde und schonten ihn, wo wir nur konnten. Er blieb primär im Schatten, schlief im klimatisierten Auto und ausgestiegen sind wir nur, wenn er wach war und es sich definitiv gelohnt hat. 

Zusammen ist immer am schönsten.

Zusammen ist immer am schönsten.

Und es war ein wirklich phantastischer Tag. Lias erfreute sich an allem und jedem, wurde jedoch auch immer schnell müde und brauchte viel Schlaf. Wir wussten, dass wir ihm solche Trips nicht zu oft zumuten konnten und entschieden uns am Ende des Tages gegen Island Hopping und andere Ganztagsausflüge. Ja, wir begriffen spätestens dann, dass ein Urlaub mit einem kleinen Baby Entschleunigung bedeutet. Der Fokus liegt beim Baby und darauf, ihm die Welt zu zeigen und es gleichzeitig zu beschützen.

Kleiner Mensch, großer Spaß

Und so lernten wir, uns auf die kleinen Dinge zu konzentrieren und mit Lias die Welt aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Ich würde sagen, aus einer ganz einfachen. Wir schauten uns mit ihm ewig die Wellen an, weil er davon nicht genug bekam, er trank mit uns aus einer Kokosnuss und konnte sich anschließend eine ganze Stunde mit ihr beschäftigen, während wir daneben saßen und ihm zusahen, hier auf Mahé aß er erstmals exotische Früchte, ein Brötchen, auch Sand, in dem er später von seinem verrückten Papa eingebuddelt wurde, hier spielte er erstmals mit Sandförmchen und mit allerlei Zeug, das er auf dem Boden fand.

Unvergessliche Momente... in Beau Vallon

Unvergessliche Momente… in Beau Vallon

Hier musste er die Erfahrung machen, dass ihn jeder einfach ungefragt auf den Arm nehmen wollte und dass es ihm einmal auch gar nicht gefiel, hier machte er seine ersten Schritte im Meer und nahm gleich einen großen Schluck Meerwasser, hier entdeckte er seine große Passion für andere kleine Kinder, Springbrunnen und Vögel, denen er all seine Erlebnisse zu erzählen schien, hier beschloss er, dass weder Hüte, Mützen noch Sonnenbrillen auf Mamas Kopf gehören und dringend runter müssen, hier durfte er erstmals nur mit T-Shirt, kurzer Hose und barfuß sein und für einige Zeit die Kälte Schottlands vergessen. 

Lias' erste Kokosnuss - ein Genuss!

Lias‘ erste Kokosnuss – ein Genuss!

Mahé ist eineReise wert, da die Insel sehr facettenreich, aber übersichtlich, unheimlich atmosphärisch und prächtig ist, allerdings muss man sich auf saftige Preise (wie überall auf den Seychellen) einstellen. Wir glauben, dass das Preis-Leistungsverhältnis einfach nicht stimmt, für das Geld hätten wir an vielen anderen ähnlich malerischen Plätzchen das Dreifache an Luxus genießen dürfen. Dies hat unsere Begeisterung etwas gedämpft, jedoch nichts daran geändert, dass diese Tage im Savoy und auf Mahé der Beginn einer traumhaften, spannenden und unvergesslichen ersten Familienreise waren. 

 

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9 Kommentare

  • Reply Natalie 25. April 2016 at 18:22

    Wow, da wird man wirklich ein bisschen neidisch toller Eintrag, wie immer!

  • Reply Kathrin 25. April 2016 at 19:29

    Traumhaft schöne Bilder! Man bekommt direkt Fernweh… Freu mich schon auf den zweiten Teil!

    Liebe Grüße
    Kathrin von https://loveisallyouneed19.wordpress.com

  • Reply Christina 26. April 2016 at 11:46

    Liebe Yavi,
    das hast du so wunderschön geschrieben!! Ihr scheint eine wirklich tolle Zeit gehabt zu haben und ich bin echt neidisch. Ich würde mich nicht trauen, so eine große Reise mit meinem Baby zu machen. Warum weiß ich auch nicht, aber vielleicht liegt es auch ein bisschen an Emil’s Wesen.
    Sehr schöne Bilder und vielen Dank, dass Du diese einzigartigen Momente mit uns teilst.
    Liebe Grüße, Christina

    http://www.lottiundemil.de

  • Reply Daria 26. April 2016 at 13:26

    Huhu…ist das etwa schlimm, wenn Publikum russisch ist?

    • Reply mama moves 26. April 2016 at 14:54

      Oje, natürlich nicht! Das sollte nicht als Negativ-Punkt aufgeführt sein, sondern nur als Merkmal. Ganz wertfrei. Entschuldige, falls das falsch herüber gekommen sein sollte.

  • Reply Baby on Board II: Hilton Seychelles Labriz / Silhouette Island  - mama moves 26. April 2016 at 19:13

    […] den ersten Tagen auf Mahé ging es für uns früh morgens mit dem Speed Boot nach Silhouette Island – der drittgrößten […]

  • Reply Anika 27. April 2016 at 7:43

    Wenn man das so liest, könnte man glatt Lust auf Urlaub mit Baby kriegen

    Wir waren auch auf den Seychellen und mir war die Anreise schon ohne Kind ein wenig too much (via Dubai) plus die Fahrt durch Mahe (zur petite anse) – ich wäre wahrscheinlich ausgeflippt Daher gut, dass du sagt, man muss entspannt sein. Ich glaube nicht jeder ist der Typ für Fernreise mit Baby. Wir waren „nur“ in Griechenland mit Baby (3M) und das fande ich schon anstrengend statt erholsam. Ich persönlich würde nur noch fliegen, wenn die kleinen über 2 Jahre sind und ich keinen Brei mitnehmen muss und sie schob kommunizieren können, wenn etwas nicht ok ist. Eigenen Sitzplatz im Flieger inklusive 🙂

    Daher mein vollster Respekt! Finde ich sehr schön, was ihr daraus gemacht habt.

    Lieben Gruß aus dem verschneiten Deutschland ☺️

  • Reply Viktoria 29. August 2016 at 18:04

    Hallo! Toller Bericht!
    Wir fliegen am Freitag auf die Seychellen mit unsere 11 Monate alten Tochter.
    Wie alt war euer Sohn bei dieser Reise?
    Habt ihr ihn vorher zusätzlich geimpft?
    Es heißt ja, dass die Mumps Masern Röteln Impfung erst ab 12 Monaten durchgeführt werden soll, aber es wird eine solche Impfung für die Seychellen empfohlen. Da mache ich mir jetzt etwas Gedanken,daw wir diese Impfung noch nicht machen lassen haben.
    Wie sieht es dort aus mit Windeln und Brei und Co.?

    Ich wäre für eine Antwort sehr dankbar.

    LG

    Viktoria

    • Reply mama moves 30. August 2016 at 13:16

      Hi Viktoria, Lias war damals 6 Monate alt. Du brauchst für die Seychellen keine Impfungen (hab von der Mumps Masern Röteln gar nicht gewusst), also haben wir ihn natürlich nicht impfen lassen. Brei hatte ich von zuhause mitgenommen, teilweise haben die Hotels für Lias gekocht, was vorher abgesprochen wurde. Nimm genug Windeln mit, die sind dort sehr teuer. Habt ganz viel Spaß! LG Yavi

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