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Bugaboo Runner: Ein MAMAsthave?

14. Juni 2016

Der Bugaboo Runner ist heiß –  und heiß diskutiert. Eignet er sich wirklich so gut zum Joggen, wie behauptet wird? Wie ist er im Alltag? Lohnt sich seine Anschaffung zum Preis von knapp 700 Euro? Und muss die moderne Mama von Heute das Teil unbedingt haben? Seitdem der Runner bei uns eingezogen ist, werden mir diese Fragen über diverse Kanäle regelmäßig gestellt, also werde ich sie hier kompakt für euch beantworten. 

Klickt euch durch die Galerie! 

Der Runner ist seit ca. 3 Monaten Mitglied unserer #fitfam, wobei wir ihn erst seit ca. einem Monat nutzen, da er erst für Babys ab 9 Monaten geeignet ist. Warum, wurde schon beim ersten Testsitzen deutlich: Selbst Lias, ein Riesenbaby, ging in der Schale unter. Mit knapp 9 Monaten jedoch hatte er die richtige Größe für den Runner-Sitz und wir düsten los. 

Viele von euch wissen, welch herrliche Laufbedingungen wir hier vor unserer Haustür in Edinburgh haben. Eine lange, breite, glatt geteerte Promenade mit dem Blick auf’s Meer und das gegenüberliegende Ufer. Hier wird man förmlich zum Joggen eingeladen! Der erste Lauf mit dem Runner war also wie ein Befreiungsschlag, denn endlich war mir möglich, MIT meinem Kind zu joggen. Bisher musste ich ihn immer mit meinem Mann lassen und da der selten zuhause ist, ließen sich meine Läufe an einer Hand abzählen. 

FACTS 

Lias scheint perfekt und sicher im Runner-Sitz zu sitzen. Dieser lässt sich zurücklehnen oder aufrichten, in Fahrtrichtung oder zu einem selbst drehen. Aktuell blickt Lias mich beim Joggen an, in einigen Monaten werde ich ihn aber zur Fahrtrichtung setzen. 

Auf den ersten Metern hat mich irritiert, dass man den Wagen wegen des feststehenden 14″ Zoll Vorderrades nicht manövrieren kann. Beim Lauf jedoch wurde deutlich, dass dies eine bessere, geradlinige Stabilität auf der Strecke ermöglicht. Der Nachteil ist aber, dass der Wagen für den City-Ausflug eher ungeeignet ist, denn mal eben um eine enge Kurve fahren – beispielweise zwischen den Gängen im Supermarkt – ist sehr umständlich und nur durch eine Gewichtsverlagerung auf die Hinterräder machbar. 

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Die hinteren 16″ Zoll Reifen sowie das speziell designte Federungssystem sind für’s schnelle Joggen jedoch ideal und wer Joggen mag, wird das Joggen mit dem Runner lieben. Keine Frage, Joggen MIT Kinderwagen ist um einiges schwieriger, als ohne – besonders bei Steigungen – doch der Runner macht es einem so leicht wie möglich. Er gleitet sanft über den Boden, hakt nicht, eiert nicht, rüttelt nicht. Dank der höhenverstellbaren Griffes können sowohl mein knapp 1,90cm Mann als auch ich 1,54cm Minifrau den Runner zum Joggen nutzen und uns so mit dem Schieben abwechseln. Das sieht dann meist so aus, dass mein Mann die leichten Strecken übernimmt und ich den Wagen bergauf schieben darf #findedenfehler.

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4 Dinge gefallen mir ganz besonders: 1. das komplett herunterklappbare Sonnendach, 2. die Speed Control Bremse am Griff, sodass ich den Wagen auch schnell und mit nur einer Hand abbremsen kann, 3. die Untergestellablage mit Gummibändern, die meine Jacke, den Schlüssel, Lias’ Trinkflasche und allerlei anderes Zeug sicher verstauen und 4., dass sich der eigentlich recht sperrig und lang wirkende Wagen ganz flach zusammenklappen lässt und wir auch mit dem Auto zu anderen Joggingstrecken hinausfahren können.

Wer einen Bugaboo Runner erwirbt, bekommt in der Lieferung eine Regenabdeckung, das Bugaboo Runner Gestell in Aluminum mit Rädern, einen schwarzen Sitzbezug, den Sitzrahmen, Verdeckstreben, einen drehbaren Tragebügel, ein erweiterbares Sonnendach, die Untergestellablage, eine Luftpumpe und Adapter. 

Nun zu den meist gestellten Fragen.

Eignet er sich wirklich zum Joggen? 

Absolut! Wie bereits oben beschrieben, ist das Joggen mit dem Runner ein großes Vergnügen. Ich empfehle, auf gerader Fläche möglichst mit nur einer Hand am Griff zu joggen, die andere zum üblichen Schwenken zu nutzen und zwischendurch die Seiten zu wechseln, da man sonst zum “Festkrallen” tendiert und eine falsche Haltung riskiert. Außerdem sollte der Weg möglichst ebenerdig sein, da durch die Federung ein zu starkes Holpern droht und das ist weder für das Kind, noch für einen selbst oder der den Wagen gut. 

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Wie ist er im Alltag? 

Die Antwort darauf konntet ihr ebenfalls schon oben herauslesen. Der Runner ist eindeutig ein sportliches Gefährt und für gerade, unkomplizierte Strecken gemacht. Ein Spaziergang istnatürlich auch möglich, ich würde mit ihm lediglich enge Passagen und Menschenmengen meiden, da er nur schwer zu manövrieren ist. 

Lohnt sich eine Anschaffung zum Preis von knapp 700 Euro?

Für einen leidenschaftlichen Jogger ganz klar: Ja! Denn im Kaufpreis ist ja nicht nur den Wagen enthalten, sondern auch ein großes Stück Freiheit, Gesundheit, Fitness und Spaß. Auch die, die bislang wenig gesportelt haben und nun einen Lifestyle-Wechsel wünschen, sollten den Runner in Betracht ziehen. Ich glaube nämlich fest daran, dass er aus uns den sportlichen Ehrgeiz herauskitzeln kann. Wer allerdings schon in der Vergangenheit regelrecht am Joggen verzweifelt und gescheitert ist und einfach keinen Spaß daran gefunden hat, sollte eher die Finger von dem Wagen lassen, da er vermutlich in der Ecke landen wird. Und ihn nur zu kaufen, um ihn zu besitzen und mitreden zu können, ist nur für Eltern mit dem nötigen Kleingeld eine Option. 

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Muss die moderne Mama von Heute das Teil unbedingt haben?

Die Antwort darauf greift größtenteils schon in die vorherige herein, denn von “müssen” ist hier natürlich keinesfalls die Rede. Na klar, der Wagen ist schick, hat einen super coolen Look und versprüht einen gewissen Lifestyle, aber jede auch so design- und markenverliebte Mama sollte sich fragen, ob sie nun mit ihrem Baby / Kind joggen möchte – oder eben nicht. Ganz einfach. 

Wenn ihr mich fragt, dann habe ich mir die Frage nie ernsthaft gestellt. Ich laufe seit über 10 Jahren für mein Leben gern und daran konnte auch mein Baby nichts ändern. Ca. 6 Monate nach der Geburt habe ich pausiert, bin anschließend einige Male langsam und kurze Strecken gelaufen, aber leider allein, denn der Runner war für Lias noch ungeeignet. Und seitdem Lias hereinpasst, sind wir 3 ein super Team und mehrmals in der Woche – wenn auch nur für eine halbe Stunde – unten am Wasser unterwegs.

Was mich motiviert, im stressigen Mama-Alltag auch noch Joggen zu gehen? Es ist doch so: Ich würde mit Lias doch sowieso Spazieren gehen, und wenn ich doch einen Fuß vor den anderen setze, dann kann ich das auch in höherem Tempo machen und ganz nebenbei auch etwas für mein eigenes Wohlgefühl, meinen Spaßfaktor und meine Fitness tun, oder? 

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