Fitness

News: Endlich zertifizierte Fitnesstrainerin!

9. Oktober 2016

Ich habe nun so lange ein großes Geheimnis um meine Berlin-Reise gemacht, dass ich euch nicht weiter auf die Folter spannen, sondern gleich zur Sache kommen will: Ich habe mich in Deutschland zur Fitnesstrainerin ausbilden lassen und bin ganz offiziell im Besitz der Trainer A-Lizenz. Und ich erzähle euch jetzt, wie es dazu kam.

Fitness / Krafttraining / Crossfit / Cardio / Yoga / Pilates / Kungfu / Feldhockey / Ballett / Schwimmen — all diese Disziplinen waren an einem Punkt in meinem Leben so wichtig wie Schlaf und Nahrung. Ich liebe Sport seitdem ich denken kann, so sehr, dass ich mich immer auf der Schwelle zur Obsession befinde – das gebe ich offen zu – und auch, dass ich die Schwelle schon oft übertreten habe. Deshalb hatte ich mich damals, nach dem Abitur, gegen ein Sportstudium und für meine andere große Passion, das Schreiben, entschieden. Damals dachte ich, Sport als Beruf würde mich auf Dauer zerstören, also konzentrierte ich mich auf den Journalismus und machte den Sport zum ständigen Begleiter meiner Freizeit. 

Mit 20 verabschiedete ich mich von den Mannschaftssportarten und dem Kampfsport, ging an die Universität und begann mit Unisport – auch hier noch etwas Hockey, doch hauptsächlich Fitness. Diverse Kurse, Bodyweight-Programme, regelmäßig Laufen, dies und das. 3 Jahre später meldete ich mich im Fitnessstudio an, kam mit einigen Kraftsportlern in Kontakt und lernte Geräte zu bedienen, Hanteln zu stemmen und meinen Körper mit seinem Eigengewicht ans Limit zu führen. Ich radelte täglich 6km zum Fitnessstudio, wo ich ein straffes Ganzkörper-Programm durchzog, und radelte 6 km zurück nach Hause. Ich lief zusätzlich mehrmals die Woche 10 km im Park, bei Regen, Schnee und Hitze. Ich las und las und las, wollte das Fachgebiet verstehen und immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sein. Bis heute – nur heute ist alles etwas anders.

Anders, weil ich nicht mehr fanatisch und unüberlegt an den Sport herangehe, sondern mit einem Konzept, klugem Kopf und einem erfahrenen Körper, der genau weiß, wie gefährlich falsches oder gar Übertraining sein kann. Spätestens seit der Schwangerschaft ist Sport für mich nicht mehr der Mittelpunkt des Universums, sondern die schönste Nebensache der Welt. Sport macht mich glücklich, entspannt mich, befreit mich, fasziniert mich. Es geht mittlerweile nicht mehr (nur) um Körperkult, sondern um geistige Gesundheit. Ich liebe den Sport, weil er mich gesund macht. 

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Hier und auf Instagram habe ich genau das versucht zu vermitteln. Euch zu zeigen, dass Sport mit so viel Leichtigkeit, Kreativität und Spaß in den Alltag – auch mit Babybauch oder mit Baby – integriert werden kann. Dass es gut tut, sich zu bewegen, und dass schon 15 Minuten am Tag reichen. Schaut mal bei @yavi_moves.me, wo schon so viele Frauen und vor allem Mütter mit den knackigen Workouts unglaubliche Fortschritte gemacht haben. Und genau dieser Effekt bestärkte mich seit einigen Monaten immer mehr darin, zukünftig nicht mehr nur im Journalismus zu arbeiten. Sondern ihn mit Sport als Beruf zu verbinden. 

Meine Vision: Weiterhin hier, auf dem Blog, sowie auf diversen Social Media Kanälen, aktiv zu bleiben und zu schreiben, zeitgleich jedoch privates Personal Training und Lifestyle Coaching anzubieten – im realen sowie digitalen Raum. Ich erstelle zwar schon seit längerer Zeit auf Anfrage Trainings- und Ernährungspläne und betreue auf dem Weg zum Wunschkörper, doch wollte ich einen vertieften Wissensfundus auf professioneller Ebene. Tieferes Wissen über Physiologie, Biologie, Anatomie, Ernährung, Trainingslehre. Antworten auf viele Fragen, um all eure Fragen korrekt beantworten zu können. Kurz: Ich wollte endlich auch offiziell Fitnesstrainerin werden.

Fitnesstrainerin dank Berlin! 

Da Lias nicht in die Kita geht und ich in Schottland keine verfügbaren Aufsichtspersonen habe, entschloss ich mich, die Ausbildung in Berlin zu absolvieren. Dort lebt meine Mutter, die sich gern bereit erklärte, Lias 2,5 Wochen lang täglich von morgens bis abends zu betreuen. Was ein Glück!

Ein großes Glück hatte ich auch mit der Akademie (Orthovita) und einem tollen Sportwissenschaftler als Dozenten, der mir nicht nur viel unglaublich viel Neues und Spannendes beibrachte, sondern mich vieles in neuem Licht sehen ließ. Mein Horizont wurde in dieser kurzen Zeit immens erweitert und bereichert und ich habe nun das Gefühl, mein Training mit ganz neuen Augen betrachten, gestalten und vor allem vermitteln zu können. 

Und nicht nur meins, sondern auch euers. Denn wenn wir Ende Januar 2017 wieder nach Deutschland zurückkehren, werde ich mich neben dem Schreiben auf Personal Training konzentrieren. Doch es soll nicht einfach nur um Workouts, Gewichtsabnahme- oder Muskelzunahme gehen. Ich möchte neben dem klassischen PT eine ganzheitliche Lifestyle-Beratung anbieten, helfen, selbst in dunklen und stressigen Zeiten nicht den Fokus und vor allem keine Lebensfreude zu verlieren. Denn ich kann aus Erfahrung sagen: Es gibt immer einen Weg, Sport und eine gute Ernährung ist nur einer davon. 

Ich war immer begeistert davon, wie viele (werdende) Mütter von Sport zu begeistern sind. Und es hat mir immer so viel Spaß gemacht, mich mit diesen auszutauschen, sie zu motivieren und zu beraten, weshalb ich in Zukunft speziell Prä- und Postnatale Fitness anbieten möchte. Auch hier werden noch entsprechende Lizenzen folgen, um die ich mich aber erst nächstes Jahr in Deutschland kümmern werde.

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Denn für’s Erste hat’s gereicht, vor allem wegen Lias. Ihn schien meine radikale Abwesenheit etwas mitgenommen zu haben. Meine Mutter und er verstehen sich zwar blendend und Lias hatte den ganzen Tag über Spaß, doch morgens, wenn ich das Haus verließ, und abends, nach meiner Rückkehr aus der Akademie, hielt er mich mit seinen kleinen Händchen fest so gut er konnte. Er ließ mich nicht aus den Augen und manchmal weinte er bitterlich, wenn ich mich entfernte. Er schlief nachts schlecht und am liebsten nur auf mir drauf. Er muss auch meinen Stress gespürt haben – denn der war extrem. Ich verbrachte jede freie Minute außerhalb der Akademie mit der Nase in den Ausbildungsordnern, lernte wie verrückt, denn die 4 Prüfungen (1 praktische und 1 theoretische für die Fitness Trainer Lizenz B sowie 1 praktische und 1 theoretische für die Fitness Trainer Lizenz A) musste ich sofort schaffen – schließlich würde ich nur einen Tag nach der letzten nach Schottland fliegen und nur ungern extra für die Nachprüfung zurück kommen. Es hatte sich gelohnt: Jede Prüfung verlief sehr gut. Nur von Berlin und vielen lieben Menschen hatte ich nichts gesehen. 

Was bedeutet das nun für mama-moves.de, @yavi_moves und @yavi_moves.me?

Mein Wunsch ist, alle Bereiche – Kind / Familie, Sport, Ernährung, Lifestyle und meine persönliche Gedankenwelt wieder stärker zusammenzuführen und somit zurück zu den Wurzeln meines Instagram-Accounts @yavi_moves zu kommen. Dieser begann und wuchs mit der Mischung aus Workouts, Tipps, Rezepten, Schwangerschafts-Doku und später meinem Leben mit Lias. Als ich dann aber @yavi_moves.me einführte, um dort meine täglichen Workouts zu posten, wurde aus @yavi_moves primär ein reiner Mama-Kind-Account. Früher oder später werde ich @yavi_moves.me also schließen und nur auf @yavi_moves posten. Ein weiterer Grund dafür ist, dass ich die täglichen YMM-Workouts so, wie sie bisher waren, nicht mehr zur Verfügung stellen möchte. Nicht, weil ich es nicht kostenlos machen möchte, sondern weil ich das Konzept und die Inhalte überdenken muss. Bis dahin liegt das Projekt auf Eis und ich entschuldige mich jetzt schon bei allen, die ich damit enttäusche. 

Vielleicht tröstet es euch, dass es mit meinen Workouts nicht zu Ende ist. Ich werde weiterhin Workouts zeigen, ob bei Instagram, Snapchat, auf dem Blog oder vielleicht sogar irgendwann bei Youtube. Ich werde weiterhin versuchen euch zu motivieren und zu pushen, euch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, gute Rezepte zu liefern und einfach etwas Unterhaltung zu bieten. Alles wie bisher, nur besser! 

Und wer die Workouts zu sehr vermisst oder eine individuelle Betreuung wünscht, der kann mich ja buchen! Schreibt mir einfach eine E-Mail (hello@mama-moves.de) und ich erkläre euch, wie das Coaching funktioniert – aktuell natürlich noch online, in nur wenigen Monaten jedoch gerne live! 

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Ich möchte mich an dieser Stelle vom Herzen bedanken, bei

♥… Mama, weil du den besten Job ever gemacht hast,

♥… P., weil du mich jeden Tag motiviert und aufgebaut und mir so viel Liebe über’s Handy geschickt hast,

♥… Livia, Sarah, Marion, Sascha, Anni für den kontinuierlichen Halt, 

♥… Carla, Janine, Caro und Larissa für ein bisschen Ablenkung, Quality Time, WhatsApp-Support und Klamotten,

♥… Constanze und Falk für Dach und Räder,

♥… Orthovita, seinem Top-Team und meinen Co-Auszubildenden für die tolle Zeit, 

♥… IronMaxx für die schnelle Versorgung mit Proteinpulver, nachdem meins im Koffer auf dem Hinflug verloren gegangen ist,

♥… Doyoursports.de für die großzügige Sportequipment-Ausstattung, 

♥… b.o.d.i.y für die wunderschöne „I wish“ – Kette, die mir offensichtlich jetzt schon sehr viel Glück gebracht hat.

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6 Kommentare

  • Reply Cathi 9. Oktober 2016 at 9:45

    Herzlichen Glückwunsch wünsche dir viel Erfolg und das du mit deinem PT vielen Leuten helfen kannst. Du hast schon mit deinem yavi.moves.me vielen Menschen gezeigt was alles möglich ist.

  • Reply VANESSA 9. Oktober 2016 at 10:01

    YAVI, ich gratuliere dir!
    Du kannst auf dich und das was du erreicht hast sehr stolz sein.
    Du bist eine starke Frau und was du uns hier im Netz zur Verfügung stellst ist Wahnsinn!
    Ich liebe deine Artikel, deine Bilder und vor allem die Motivation die du mir damit gibst.
    Mach weiter so und ich bin schon seeehr gespannt was von dir noch so kommt 🙂

  • Reply Lori 9. Oktober 2016 at 12:30

    So toll. Herzlichen Glückwunsch ❤️

  • Reply Anni 26. Oktober 2016 at 10:48

    Wenn nicht du, wer dann?! Du hast es dir sowas von verdient – ich bin so stolz auf dich!
    Weiterhin viel Erfolg bei allem was du anpackst. Fühl dich gedrückt <3

  • Reply Mit SOFRI gegen Stress: Mein wöchentliches Relax-Ritual - mama moves 11. Dezember 2016 at 10:25

    […] mal widerfahren ist, zu vermeiden. Denn als im September diesen Jahres mein Arbeitspensum wegen des Personal Trainings, mehr Blog-Kooperationen und des bevorstehenden Umzugs nach Deutschland deutlich anstieg, als es […]

  • Reply Mein 2016: Menschen, denen ich danken möchte - mama moves 30. Dezember 2016 at 13:44

    […] im September 2016 endlich meine Fitnesstrainer A-Lizenz erworben habe, haben sich so viele Menschen an mich gewandt und baten mich um ein […]

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