Lifestyle

Mauritius mit Kind und Kugel: Traumurlaub im Beachcomber Trou aux Biches 

31. Mai 2017

Oh, Mauritius! Wie schön du bist! 

Wir hatten immer einen Bogen um dich gemacht. Und heute glauben wir, dass der Fehler darin lag, diese Reisekatalog-Szenerie der malerischen Malediven, diese makellosen, blendenden Strände, auch bei dir gesucht zu haben. Jeder, der dich kennt, hat uns gesagt, wir würden die Strände bei dir nicht finden, also haben wir dich kategorisch abgestuft und nach Besserem gesucht. Ja ich gebe zu, wir stehen auf perfekte Strände. Die Menschen haben aber auch gesagt, wir würden dafür ganz viel anderes Tolles finden und jetzt wissen wir endlich, was sie meinen. Und wir sind unfassbar froh, dass wir dir doch eine Chance gegeben haben. Denn jetzt sind wir ganz heftig verliebt und müssen allen erzählen, wie schön du bist. 

Und deshalb entsteht dieser Artikel. Für alle, die Mauritius nicht kennen. Und kennenlernen wollen. Die neugierig sind, warum uns Mauritius so mitgerissen hat. Die schöne Geschichten hören, schöne Bilder sehen wollen. Für alle, die mal herausgerissen werden wollen – aus ihrem europäischen Alltag, ungefähr 9.500 km entfernt von dieser ganz besonderen Insel im indischen Ozean. 

Ich hatte ja bereits in meinem letzten Artikel erzählt, wieso wir uns doch für Mauritius entschieden hatten, oder besser gesagt: weshalb wir keine große Wahl hatten, als Mauritius doch eine Chance zu geben. Stichworte: Reisezeit, Zika-Virus, direkte Flugverbindung und trotzdem Fernreise. Apropos Flugverbindung. Weil die Reise schließlich mit dem Flug beginnt, erzähle ich euch zunächst von unseren Erfahrungen mit Eurowings. 

Galerie 1: wir 3 4 im Paradies!

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Köln Bonn, next Stop: Mauritius. Oder: Langstrecke mit Kleinkind und Babybauch 

Eurowings kennen wir sehr gut, seitdem wir zwei Jahre in Schottland gelebt hatten und bis zu 16 Mal im Jahr die Strecke Edinburgh – Köln Bonn geflogen waren. Das war jedoch nur Kurzstrecke, also konnten wir uns nicht wirklich vorstellen, wie ein „Billigflug“ auf einer überkontinentalen Entfernung aussehen würde.

Wir entschieden uns für die Best-Kategorie, die höchste der 3 buchbaren, die im Gegensatz zu den anderen beiden nur 21 Plätze im abgegrenzten Bereich mit viel Platz, Board-Entertainment, Mahlzeiten, Snacks und viel Gepäck (pro Person, auch Kind: 2 x 23 kg + 2 Handgepäck-Stücke) enthält. Ähnlich einer Business-Class, die mit der von Lufthansa jedoch nicht mithalten kann. Dennoch deutlich angenehmer als die Economy-Klasse, da die Sitze breit und weit genug versetzt waren, sodass Komfort definitiv gegeben war. 

Bedbox Jetkids ReviewLias hatte einen eigenen Sitz, den er aber nur zeitweise interessant fand, weil er entweder lieber auf meinem saß oder das Flugzeug auseinandernahm… Dennoch kamen wir durch „Best“ und den eigenen Sitz für Lias in den Genuss, die innovative Bedbox von Jetkids auszuprobieren, die mir kurz vor dem Urlaub als PR-Sample zugeschickt wurde. Dabei handelt es sich um einen Kinder-Handgepäck-Koffer, ähnlich dem Trunki, der jedoch mit zwei Handgriffen zu einer Liegefläche wird und dem Kind ermöglicht, im Flugzeug in der Horizontalen zu schlafen. Dazu wird der Deckel des Koffers umgedreht, die Matratze aus dem Innern des Koffers herausgeholt und ausgerollt, auf die Tablett-ähnliche Liegefläche sowie den Sitz, an den diese Liegefläche angedockt wird, gelegt und fertig ist das „Bett“ für’s Flugzeug.

Eine tolle Idee, die jedoch nicht zu 100% ausgereift ist. Denn dadurch, dass eine feste Befestigung des Koffers an den Sitz oder zumindest das Feststellen der Rollen fehlt, rutscht der Koffer bei Bewegungen des Kindes weg (Lias bewegt sich nie NIE) und auch die Matratze bleibt nicht immer da, wo sie sollte. Dennoch ist der Koffer gut und praktisch genug, um das Kind auch mal abzulegen und einen so langen Flug wie diesen komfortabler zu gestalten. Lias hat zwischendurch auf der Bedbox geschlafen und allein diese kurzen Entlastungsphasen für meinen Körper waren Goldwert. Wir bleiben dem Köfferchen also treu.

Bedbox Jetkids Review

Auf dem Rückflug jedoch haben wir keinen Sitz mehr in der „Best“ bekommen und mussten zu dritt viert auf zwei superengen Sitzen in der Economy vorlieb nehmen – wenn auch angeblich mit mehr Beinfreiheit für 50 Euro pro Person Aufpreis. Economy war nie ein Problem, doch mit einem fast 2-jährigen, groß und schwer gewachsenen, bewegungsbedürftigen Jungen, einem dicken Babyauch, überlangen Beinen meines Mannes und einer Flugdauer von fast 12 Stunden war von Komfort, Genuss und Spaß überhaupt keine Rede mehr. Und mit jedem Ausraster von Lord Lias, der sowieso angepisst war, weil er um 3 Uhr morgens aufstehen musste und nun an diese superengen Sitze gebunden war, wurde die Enge noch enger und der Flug noch anstrengender.

Während also der Hinflug ein wahres Träumchen war (danke auch an die Crew für den mega Service), habe ich vom Rückflug immer noch Alpträume (gab es überhaupt Service? Ich erinnere mich nicht mehr…) !

Doch am Ende beider Flüge zählte schließlich nur, dass wir gesund und munter angekommen waren. Wobei die Destination nach dem Hinflug die deutlich attraktivere war. Und jetzt möchte ich euch endlich von ihr erzählen! 

Hammer, Hammerer, Trou aux Biches Beachcomber Golf Resort & Spa

Wir kamen sehr früh morgens im verregneten Mauritius an und mussten noch eine Stunde zu unserem Hotel fahren, welches im Nordwesten der Insel gelegen ist. Wir hatten uns zuvor bewusst für diese Ecke entschieden, da Sabina uns darüber aufgeklärt hatte, dass der Osten in der Regel sehr windig ist und dadurch auch das Wasser unruhiger, der Süden häufiger mit schlechtem Wetter zu kämpfen hat, der Norden selbst eher uninteressant ist, im Südwesten sei es häufig ebenfalls windig und der Nordwesten sei nicht nur von den Stränden herrlich, sondern auch vom Wetter. Und als wir in den Katalogen auch noch das Trou aux Biches Beachcomber Golf Resort & Spa entdeckt hatten, wussten wir: DAS ist es! ♥

Und das war es wirklich. Schon bei der ersten Begegnung um 8 Uhr morgens waren wir von der einladenden, zugleich imposanten Architektur des 5-Sterne-Luxushotels angetan, dem ersten nachhaltigen Resort von Mauritius mit 1.000m² Sonnenkollektoren, Kompostierung, Abwassersammlung und Aufbereitungsanlagen, von der überwältigenden Lage an einem traumhaft schönen Strand, von der unvergleichlichen Freundlichkeit der Mitarbeiter, die immer grüßten und sichtbar um das Wohl jeden Gastes bemüht waren, der Gepflegtheit der Anlage, ihrem Reichtum an Pflanzen und Pools und vor allem: dass wir nach einem tollen Frühstück direkt in unser Zimmer konnten, viele Stunden vor dem eigentlichen Check-In. Mit einem Kleinkind und einem Baby im Bauch ein Segen. 

Unser „Zimmer“ war viel mehr als nur ein Zimmer. Vielmehr: Eine großzügige Suite in einem Bungalow mit landestypischem Interieur, umgeben von tropischen Gärten, einem riesigen, hellen Bad mit Lichteinfluss von oben und draußen, wo eine tropische Outdoor-Regendusche angelegt war, von der offenen Dusche im Innern mit Platz für eine ganze Großfamilie + Haustier, einer Badewanne und dem absoluten Highlight: einer großen Terrasse mit eigenem Pool und Blick auf Palmen, Strand und Wasser. Ich hätte mir keinen besseren Ort für diesen Family-Babymoon vorstellen können und ich merkte schnell, dass wir mit unserer Suite (Nummer 107) auch noch die allerbesten Karten gezogen hatten, denn sie lag bereits hinter dem Weg, der einmal komplett durch die Anlange entlang des Strandes führt und somit auch immer wieder neugierige Blicke mitbringt, außerdem war unsere Terrasse von einem Busch und einer Palme verdeckt und gab noch mehr Privatsphäre, und: wir hatten den allertollsten Strandabschnitt vor der Nase… breit, weiß und so fein, dass wir keine Badeschuhe brauchten, obwohl diese in der Regel auf ganz Mauritius empfohlen werden.

Wir hatten Halbpension gebucht und gingen morgens zum Frühstück, welches wir am liebsten etwas abgelegen am Hauptpool einnahmen, da Lias schon mal planschen konnte, wenn er ungeduldig wurde. Das Frühstück bot alles, was das Herz begehrt: Frisch zubereitete Eierspeisen nach Wahl, lokale Gerichte, Pancakes, Waffeln, allerlei süßes Gebäck, super leckere Brote und Brötchen, Gemüse, Obst, Joghurt, Quark, diverse Müslis und Cornflakes, Säfte, Smoothies und noch vieles mehr, zu dem ich vermutlich nie durchgedrungen war. Manchmal haben wir 2 Stunden beim Frühstück verbracht. Ich mein: beste Mahlzeit des Tages?!

Am Abend gingen wir entweder ins Büffetrestaurant oder in eines der anderen 5 schicken à la Carte Restaurants, die in der ganzen Anlage verteilt sind, und waren jedes Mal völlig geflasht von der Vielfalt, der Ästhetik, des Geschmacks aller Gerichte. Und dass auch immer wieder einer der Chefkochs herauskam und sich nach unserer Zufriedenheit erkundige. Wer auch mal in den Genuss des Beachcomber Trou aux Biches kommt: der Thai ist der Wahnsinn, unbedingt ausprobieren! Mehrmals!

Den Tag verbrachten wir entweder in unserem kleinen oder dem großen Hauptpool, am Strand und im Meer, beim Spazierengehen im Dorf oder durch die Anlage, beim Wassersport (der in dem Hotel übrigens kostenlos ist!), morgens beim Traktorfahren (da war immer diese nette Mann, der Lias auf den Schoß nahm und mit ihm den Strand rauf und runter fuhr – ebenfalls ohne Aufpreis!), im unglaublich professionell ausgestattetem Gym, sofern Lias schlief oder im Kids Club war. Oh ja, der Kids Club! Mit Abstand der krasseste, den ich je gesehen habe. Riesengroß, voller toller Ecken und unzähliger Spielzeuge, vieler speziell ausgebildeter Mitarbeiterinnen, die von früh morgens bis spät abends allerlei Spiele und Unternehmungen mit den Kids machen. Und was für uns besonders gut war: Unter der Woche wird von 13 – 16 Uhr eine kostenlose Babysitterin für Kids unter 3 angeboten, mit der dann auch unser Lias im Kids Club bleiben konnte. Er hat’s geliebt! Er war insgesamt zwar nur 3 Mal da, doch das war für uns jedes Mal eine extra Portion Erholung in einem ohnehin schon gigantischen Urlaub. Einmal hatten wir die Babysitterin, eine ältere, unfassbar kompetente und freundliche Dame, auch abends gebucht, die kam, als Lias schon schlief und blieb, bis wir gegen 22.30 von dem einzigen extrem entspannten Dinner zurückkamen. Hach, das war der Hammer! 

Erwähnt werden muss auch unbedingt ein indischer Herr namens Vijay, der Limousinen-Fahrer des Hotels, der seit fast 40 Jahren dort arbeitet. Wir hatten ihn zweimal für Ausflüge gebucht, weniger wegen des großen BMW’s, als vielmehr wegen seiner unfassbar tollen Art uns zu informieren, herumzuführen, zu unterhalten. Er konnte uns so viel über Mauritius, das Hotel und seine Erfahrungen in dem Beruf berichten, dass jede Fahrt mit ihm nicht nur super informativ, sondern auch witzig und inspirierend war und wir es einfach genossen, mit ihm Zeit zu verbringen. Und: Lias war genauso, wenn nicht noch mehr, angetan. Er schaute immer, wo er blieb, wollte, dass er überall mit uns hinging, er kuschelte und quatschte mit ihm und so kam es, dass Vijay nicht nur unser Fahrer, sondern auch Familienfreund und Babysitter wurde, der Lias bei allen Ausflügen trug oder auf ihn aufpasste, wenn er im Auto eingeschlafen war und mein Mann und ich uns etwas anschauen wollten.

Wo hatte uns Vijay also hingebracht?

Galerie 2: On Tour – Mauritius außerhalb des Hotels

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Ausflugsziele (für Familien) auf Mauritius 

Wir waren hauptsächlich im Süden der Insel, da dieser Teil besonders viele Sehenswürdigkeiten birgt. Wir besuchten den La Vanille Nature Park, der für seine vielen Riesenschildkröten und Krokodile bekannt ist und auch viele andere Tiere beherbergt (super mit Kindern!), wir sahen den Heiligen See mit seinen Tempeln, einen über 100 m hohen Wasserfall, eine Modellboot-Manufaktur, die siebenfarbige Erde, einen Vulkan, diverse atemberaubende Aussichtspunkte, ein Aquarium und unterwegs viele Dörfer, Felder und Menschen, zu denen Vijay allerlei zu erzählen hatte. Eine Mauritius-Erfahrung, die unseren Horizont um einiges erweitert hatte. 

Einmal waren wir auch im Osten der Insel, um gute Freunde zu besuchen, die im Shangri La ihren Honeymoon verbrachten. Das Hotel hat einen eigenen Bootshuttle zu einer eigenen Insel, die direkt an die Ile aux Cerfs grenzt – einem der Haupt-Touristenziele auf Mauritius. Wir verbanden den Besuch unserer Freunde also mit einem zweistündigen Aufenthalt auf der kleinen Insel mit flachem, glasklarem Wasser und wunderschönen, aber überfüllten Stränden und stellten fest: wären wir nicht sowieso hier, hätte sich der Ausflug nicht wirklich gelohnt. 

Was sich aber definitiv gelohnt hat, war ein spontaner Bootsausflug, der an unserem Hotelstrand gestartet ist und uns zu unzähligen Delfinen brachte, die nicht weit weg vor der Küste auf Nahrungsjagd waren. Wir wurden beim Wakeboarden von der Crew spontan darauf angesprochen und gefragt, ob wir nicht Lust auf eine Runde Schwimmen mit Delfinen hätten, und na klar hatten wir Lust! Zumal uns versichert wurde, dass wir keinen Cent bezahlen müssten, wenn wir keine Delfine sehen würde. Doch wir sahen so viele, dass wir gar nicht wussten, wohin wir zuerst schauen sollten. Mir hat’s die Sprache verschlagen, Lias brachte noch ein „boaaaaah“ nach dem anderen heraus und mein Mann war mit Brille und Schnorchel als erster im Wasser. Es war beeindruckend, wie nah er an die Delfine heran kam und erst, als ich selbst mit den Delfinen tauchte, verstand ich, wie intensiv das Erlebnis aus eigener Perspektive ist! Unvergesslich. 

 

Schuhe: Falcotto 

Was Schwangere und Familien über (Reisen nach) Mauritius wissen müssen 

Mauritius gilt bezüglich Zika-Virus aktuell als ungefährlich, was es zu einem der wenigen attraktiven Fernziele für Schwangere macht. Die Infrastruktur und medizinische Versorgung sind sehr gut, sodass man sich keine Sorgen machen muss, im Notfall von einem esoterischen Buscharzt behandelt zu werden. Ich empfehle dennoch immer gute Auslandsversicherungen! Ich selbst bin zum Beispiel Premium-Mitglied beim ADAC und habe dort darüber hinaus eine gute Reiserücktritt- und Reiseabbruch-Versicherung abgeschlossen, zusätzlich haben wir bei envivas eine Familien-Krankenversicherung, sodass wir alle im Zweifel bestens versorgt gewesen wären. 

Doch es bestand glücklicherweise kein Bedarf. Keiner von uns wurde krank, hat gebrochen, hatte Durchfall, irgendwelche Wunden oder andere Verletzungen. Die einzigen „Auffälligkeiten“ waren unsere Mückenstiche, die relativ groß und dick und störend ausfielen. Besonders bei Lias. Ich hatte jedoch noch ein natürliches Linderungsspray aus UK dabei, mit dem das Jucken augenblicklich verschwand und auch dieses Problem aus der Welt schuf. Der Schutz durch Kokosöl, Autan (für meinen Mann) und ein natürliches, mildes Spray von Rebel, ebenfalls aus UK (für Lias und mich), halfen nur bei wirklich gründlicher Anwendung, die man tagsüber vielleicht auch mal weggelassen hatte. Doch die Viecher waren wirklich fleißig bei der Sache und unberechenbar! Ganz wichtig: Bei den Ausflügen IMMER Mückenschutz mitnehmen.

Kleinkinder brauchen keine speziellen Impfungen, das Standard-Sortiment reicht völlig aus. Mauritius ist Gelbfieber- und Malariafrei. Dengue ist ein Thema, aber dennoch sehr selten – hier hilft nur guter Mücken- und Insektenschutz. Es kann sicherlich nicht schaden, vor der Reise dennoch mal mit dem (Kinder-) Arzt gesprochen und ggf. Impfungen / Medikamente geklärt zu haben.

Unser Kinderarzt hatte Fiebersaft, Fieberzäpfchen, Nasenspray (besonders vor dem Flug, damit die Atemwege frei sind) und eine Elektrolyt-Glucose-Mischung empfohlen. Ich hatte zusätzlich noch Hustensaft, Desinfektionsspray, Desinfektionsgel, Zinksalbe, Wundheilsalbe, eine kleine Erste-Hilfe-Tasche speziell für Kinder, Neda Früchtewürfel und natürlich ein Fieberthermometer eingepackt. Und noch diverses anderes Zeug, das ich euch nicht mal nennen kann, da ich es vermutlich in meinem ganzen Leben noch nicht benutzt habe und auch wahrscheinlich nie brauchen werde…

Die Sonne war weniger stark, als wir dachten, dennoch schützten wir Lias mit dicken Schichten Baby-Sonnencreme (von Alverde) und mit UV-Kleidung-Badebekleidung (von Molo Swimwear, Next und H&M) sowie Sonnenhüten (unter anderem Name it via Zalando). Wir selber cremten uns die ersten Tage mit 50-er und 30-er Sonnencreme ein (unter anderem von Sofri), später dann mit LSF 20 (ebenfalls Sofri). Keiner von uns hatte auch nur die Spur eines Sonnenbrandes. Ich muss dazu aber auch sagen, dass man sich mit einem kleinen Kind und Babybauch sowieso hauptsächlich im Schatten befindet, was ja auch eigentlich am gesündesten ist. Trotzdem bin ich nicht von Pigmentflecken verschont geblieben! Es haben sich – wie es bei Schwangeren so oft passiert – einige im Gesicht abgesetzt und nun hoffe ich, dass sie nach der Schwangerschaft wieder verschwinden. Und wenn nicht, dann ist es zumindest eins der nachhaltigsten Souvenirs ever 🙂

Vielleicht auch interessant für potenzielle Mauritius-Besucher mit Kindern: Mauritius ist sehr, sehr kinderfreundlich und die Menschen drücken ihre Begeisterung über unsere Kinder gern mit ungefragtem Auf-den-Arm nehmen aus. Jeder muss selbst entscheiden, wie er da handelt, wir waren da immer sehr offen, da Lias Freude dabei hat und selbst sehr offen ist. Ich finde, das trägt außerdem zu einer schönen interkulturellen Freundschaft bei  🙂

Auch das Beachcomber Trou aux Biches ist uns als besonders kinderreich- und freundlich angenehm aufgefallen. Wir schätzen, dass mindestens 85 % der Gäste mir Kindern da waren, der Rest waren Paare / Hochzeitsreisende oder ältere Herrschaften. Erstaunlicherweise ging es jedoch nicht so laut wie in einem deutschen Freibad im Hochsommer zu, sondern wirklich sehr ruhig, entspannt und fast schon privat. Trotz der großen Anlage (und den über 700!! Mitarbeitern) hatten wir nie das Gefühl, belagert / beobachtet / gestört zu werden und genossen sehr viel Privatsphäre, Ruhe, Auslauf und hier und da mal ein nettes Gespräch mit einem anderen Gast. Und das besonders Schöne an Hotels mit großem Kinderanteil ist ja: Es fällt gar nicht mehr so stark auf, wenn dein eigenes die komplette Hütte zusammenschreit, im Restaurant Stühle umwirft oder mit dir schimpft, weil du ihm keine Eiscreme mehr geben möchtest 🙂 

Und noch einige Extra-Hinweise für Schwangere: lasst euch von eurer Frauenärztin Thrombose-Strümpfe verschreiben und tragt sie vorsichtshalber auf den Flügen. Hin und wieder aufstehen und einige Schritte den Gang rauf und runter laufen hilft, die Durchblutung anzuregen! Nehmt auch genug Wasser mit und versucht, pro Flugstunde 1 Glas zu trinken. Auf Mauritius selbst ist nicht viel zu beachten, außer, dass natürlich empfohlen ist, sich hauptsächlich im Schatten aufzuhalten, einen guten Sonnenschutz zu benutzen, keine gefährlichen Sportarten – speziell Tauchen – auszuüben und einen Mückenschutz zu benutzen. Ansonsten gilt alles, was ihr auch aus Deutschland kennt.

Reisemonat Mai

Den Mai, der hier schon den Übergang von Haupt- zur Nebensaison darstellt, empfanden wir als ideal. Es war nicht unerträglich heiß oder schwül, aber es hat auch nicht viel geregnet. Alle paar Tage war es mal ein wenig bewölkt und es kamen auch mal Tropfen herunter, aber eigentlich ist es doch auch herrlich, sich bei Regen tagsüber gemeinsam ins Bett zu kuscheln oder eine Runde zu schlafen – wann macht man das schon, wenn nicht im Urlaub? Abends konnte es an den „regnerischeren“ Tagen auch mal kühler werden, was ebenfalls toll war, weil man auch mal eine längere Hose anziehen konnte, ohne mit der schwitzigen Haut an ihr festzukleben.

Ein weiterer Vorteil der Zwischensaison: Die Preise fallen langsam und die Hotels werden günstiger. 

Galerie 3: Beachcomber Trou aux Biches – Heaven on earth! 

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Fazit

Wer das Paradies sucht, wird hier – auf Mauritius und speziell im Trou aux Biches Beachcomber Resort & Spa – fündig. Klingt nach einem abgedroschenen Werbeslogan, aber mir ist nichts Treffenderes eingefallen. Ich verstehe nun endlich, weshalb Mauritius so beliebt ist: Die Insel ist so reich an Kultur, Natur und wohltuenden Menschen aller Religionen, die friedlich miteinander leben und auch die Fremden von Oversea willkommen heißen. Es gibt so viel zu sehen, und selbst, wenn man keine Ausflüge machen will, reicht der Anblick der schönen Strände – ja, wirklich schönen Strände! – und der Palmengürtel aus, um genug „Mauritius“ zu tanken. 

Was mich noch immer so begeistert ist, dass wir keine negativen Erfahrungen oder Enttäuschungen erleben mussten. Es lief alles wie am Schnürchen und sogar noch besser – bis auf die eine oder andere Maus, die nachts in unserer Suite nach Essbarem suchte. Nachdem wir das Hotel darüber informiert hatten, wurde sich dem Problem sehr streng angenommen und wir würden mit ein paar kostenlosen Drinks “entschädigt”. Tatsächlich hat diese tierische Erfahrung auch keinen großen Einfluss auf unsere Meinung genommen, denn das Hotel ist hochprofessionell, wunderschön und man fühlt sich wie zuhause und zugleich wie ein König. Das Zimmer wird zweimal täglich gereinigt, man bekommt jedes Mal frische Handtücher, jeden Abend Schokolade und Wasser und ab und zu sogar Snacks und Champagner aufs Haus. Nein, wir können uns wirklich nicht beschweren. Und entschädigt wurden wir mehr als genug.

Und selbst, wenn’s der schäbigste Ort auf der ganzen Insel gewesen wäre: Was man uns nicht hätte nehmen können, sind die unvergleichlichen bunten Sonnenuntergänge, der feine Sand unter unseren Füßen, die leichten, erfrischenden Brisen mit subtiler Jod-Nuance, die intensive Familienzeit, die vieles vergessen lässt und noch mehr frische Erinnerungen schafft, das Gefühl, sich dank der UV-Strahlen neues Leben einzuflößen und die sehnsuchtsvolle Gewissheit, wiederkommen zu wollen. Mit anderen Worten: Pures Glück – bis in die leicht gebräunten, nach Kokosöl riechenden Fingerspitzen.

Folgende Unternehmen haben mir ihre Produkte zur Verfügung gestellt: Sofri (Sonnenprodukte), Jetkids (Bedbox), Audio Sweden (Kopfhörer), Falcotto (Lias’ Schuhe). Vielen Dank für die Unterstützung. 

 

 

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5 Kommentare

  • Reply Anna 31. Mai 2017 at 18:13

    Ganz toll geschrieben, macht Lust auf Urlaub!!

  • Reply Malina 31. Mai 2017 at 19:08

    Irgendwann fliegen wir auch dahin und buchen auch Zimmer Nummer 107
    Yavi,ich habe ganze Zeit im Kopf Lias “buty”. Mówisz po polsku?

    • Reply mama moves 31. Mai 2017 at 19:46

      haha wie süß! Das wäre der Hammer! Und: no pewnie ze mowie po polsku!! (hab nur keine polnische Tastatur ;))

  • Reply Franzi Thalhammer 1. Juni 2017 at 8:12

    Was für ein toller Bericht. Ich hatte Maritius nie auf dem Schirm, aber nach diesem wunderbaren Text, der schon fast einem Kurzurlaub gleicht, werde ich gleich mal die nächste Urlaubsplanung überdenken 🙂
    Lieben Dank Yavi, für diese schönen, privaten Einblicke. Es ist jedes mal ein Genuss von Dir zu lesen.

  • Reply Susanne 4. Juni 2017 at 12:49

    Toll geschrieben und auch ich kann nur sagen, dass Mauritius immer wieder eine Reise wert ist.. Fernab vom Liegen reservieren, findet man hier seine eigene Ruhezone. Wir werden definitiv noch einmal hinreisen und euer Hotel werde ich mir dafür vormerken. 🙂

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